Sonntag, 12. Juli 2020

Kinder und Kunst - Wundervolle Literatur aus dem Verlag MIDAS

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Pablo Picasso soll ja einstmals gesagt haben: "Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, ein Künstler zu bleiben, während man erwachsen wird."

Und wie ihr bestimmt wisst, fördern mein Mann und ich unsere Kinder stets darin, sich selbst kreativ auszudrücken.


Als die Kinder noch klein waren, haben sie häufig noch angeleitet oder mit Bastelsets gearbeitet.

Tatsächlich ist der Punkt Basteln mit Kleinkindern noch heute einer der meisten Suchttreffer auf dem pamelopee-Blog.

Nun sind sie selbst quasi täglich auf zahlreichen Pfaden kreativ unterwegs.
Das Lottchen spielt Theater, singt solo oder im Chor, schreibt Gedichte und Geschichten und hat gerade angefangen, sich das Klavierspielen beizubringen (Mal schauen, wie lange das anhält?).
Der Achtjährige lernt mehr oder weniger erfolgreich und sporadisch motiviert Gitarre spielen.
Beide tanzen mit Freude in der Garde.

Aber so wirklich spannend ist eigentlich, was daraus in ihrer Freizeit wird, wenn sie sich zum Beispiel kleine Stücke und Aufführungen selbst ersinnen und diese im familiären Kreis zum besten geben.
Oder wenn sie malen, nähen und basteln, verschiedene Materialien und Techniken miteinander kombinieren und sich so ganz ausprobieren.
Damit können sie sich in der Woche mehrere viele Stunden beschäftigen.

Oft ziehen sie ihre Inspiration (meist unbewusst) aus unseren Besuchen im Picasso-Museum in Málaga, der Gemäldegalerie alte Meister im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel oder verschiedener Kunstausstellungen.

Noch ist die Zehnjährige eine Vollblutkünstlerin durch und durch und es es für uns als Familie spannend zu sehen, ob oder was sie daraus einmal machen wird.

Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber wir fördern ihr großes Interesse an der Kunst und ihren Drang sich auszudrücken natürlich gern.

Während der coronabedingten Schulschließungen im Frühjahr fand fast ausschließlich Homeschooling in den Kernfächern (Mathematik, Deutsch und Sachunterricht) statt und die Kunst blieb ein wenig außen vor.

Und trotzdem nutzten die Kinder die freie Mehrheit intensiv für genau jene.


Zu dieser Zeit bekam ich fünf wunderbare Rezensionesexemplare vom Verlag Midas via Literaturtest zur Verfügung gestellt, die euch sehr gern in diesem Zusammenhang ans Herz legen möchte.

Ganz oben im Blogpost sehr ihr zentral Vincents Sternennacht und andere Geschichten - Eine Kunstgeschichte für Kinder von Michael Hier und Kate Evans.

In einer Reise durch 40 000 Jahre Kunstgeschichte lernen (nicht nur) die Kinder etwas über das Leben berühmter Künstler wie Vincent Van Gogh, Henri Matisse, Michelangelo, Rembrandt oder Jackson Pollock und ihre Meisterwerke.


Und gerade unser historisch höchst interessierter Mini ist von diesem wertigen Buch mit seinen rund 340 Seiten sehr angesprochen und blättert immer wieder darin und fragt und erzählt und macht sich so seine Gedanken.

Die Geschichten in dem Buch haben selbstverständlich einen Realitätsbezug und natürlich mehr als das.


Sie eignen sich übrigens hervorragend, um sie den Kindern abends zur Guten Nacht vorzulesen. Und auch mein Mann und ich genießen sie und können daraus lernen.

Ebenfalls einen guten und kindgerechten Rundumblick durch die Kunstgeschichte bietet Eine Reise durch die Kunst und die Weltgeschichte von Aaron Rosen. 
Dort startet der Leser mit den 35 000 Jahre alten Höhlenbildern von Nawarla Gabarnmang in Australien und endet quasi im Hier und Jetzt bzw. ausblickartig sogar darüber hinaus.


Im Zentrum dieses Buches stehen nicht die Künstler, sondern vielmehr Zeiten und Orte und damit Verbunden die Entwicklung der Kunst im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass vor allem auch dieser Titel wieder sehr meinen Sohn anspricht.
Seine Lieblingsseiten sind die über London und Paris In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Aber auch das Foto vom Löwenhof in der Alhambra bei Granada (Wir waren letztes Jahr selbst dort.) hat bei ihm ebenso Erinnerungen geweckt wie das Kapitel über Haithabu, was wir vor einigen Jahren mit den Kindern besichtigt hatten.

Für das alte Rom interessiert sich der Junge seit unserem Besuch in Pompeii.

Den Wechsel zwischen Zeichnungen und Fotos finde ich übrigens für das Kinderbuch sehr gelungen.


Einen anderen Ansatz wagen David Hockney und Martin Gayford  mir ihrem Buch Die Welt der Bilder für Kinder.

Auch hier startet man bei den Höhlenbildern und endet beinahe in der Zukunft oder zumindest in der Gegenwart.

Im Zentrum stehen aber Bilder einschließlich bewegter Bilder.


Auf jeder Seite kommen Kunstkritiker Martin Gayford und Künstler David Hockney dialogartig abwechselnd zu Wort.

Ich finde es spannend, den beiden Männern "zuzuhören" und mag die Illustrationen von Rose Blake.


Und auch meine Kinder überlegen: "Was bringt die Zukunft für die Bilder?", denn es ist klar: "Die Geschichte geht weiter" und sie machen schon selbst Fotos mit dem Smartphone.


Und wenn doch mal die Ideen fehlen, werden sie unter anderem in Art of Play oder Malen und Zeichnen wie die großen Künstler von Marion Deuchars fündig und neu inspiriert.


Beide Titel sind im Grunde Mitmachbücher und gar nicht mal unbedingt (nur) für Kinder gedacht.

Aber das Picasso-Zitat von oben aufgreifend, würde ich sagen, dem Erwachsenen helfen sie vielleicht, das innere Kind in der Kunst wiederzuentdecken und den Kindern gestatten sie, ihre kindliche Kunst auszuleben.


Alles kann nichts muss. Kritzeln, malen, schneiden, stempeln. - Einfach aufschlagen und auf einer Seite verweilen. Vielleicht mit dem Stift in der Hand oder aber auch nur im Geiste.

Ein ganz kleines wenig erinnern mich diese beiden Malbücher (ist ein Wort, was der Sache nicht gerecht wird) auch an an das Fiete Krickel Kraken Pottmal Buch, mit dem wir schon vor fünf Jahren soviel Spaß hatten.


Ganz egal ob Kunstgeschichte oder Mitmach-Buch - Alle fünf Midas Kunstbücher gefallen uns sehr gut.

Den Verlag hatte ich persönlich bisher so noch gar nicht auf dem Schirm. Aber da lohnt sich ganz bestimmt das Gucken, wenn eure Kinder sich auch für Kunst interessieren.

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