Sonntag, 22. Dezember 2019

Neue Sachbücher unterm Tannenbaum - Buchgeschenke mit Tiefgang

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Ihr wisst. Ich liebe Bücher und ich hoffe ich kann meine Liebe zu diesem doch sehr klassischen Medium auch immer ein Stück an meine Kinder und Schüler weitergeben.

Wenn wir neue Rezensionesexemplare zugeschickt bekommen, freue ich mich immer wie ein kleines Kind beim Auspacken und es hat fast schon was von Weihnachten.

Dabei zelebriere ich alles. Den Geruch, wie sich neuen Bücher anfühlen und dieses ganz leichte kaum hörbare Knacken beim allerersten Öffnen.
(Nennt mich ruhig freaky!)

Dann der Druck und vor allem bei Kinderbüchern die oft bunten Bilder.


Klar, dass bei uns bisher kein Weihnachtsfest vergangen ist, an dem nicht mindestens ein Buch unter dem Tannenbaum gelegen hätte und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bisher damit bei meinen Kindern auch immer richtig gelegen habe.
Mein Sohn interessiert sich, wie wohl so viele Siebenjährige Jungen sehr für Helden.

Auf der einen Seite sind da natürlich die fiktiven Superhelden wie Spider Man, Bat Man, Super Man (Warum müssen das eigentlich fast immer Männer sein?!) und so.

Aber echte Helden gibt es auch im wirklichen Leben. Immer wieder. Mitten unter uns. Und man glaubt es kaum, viele von ihnen sind auch Frauen.

Die meisten agieren im Verborgenen ganz leise. Das können zum Beispiel ein paar Autofahrer sein, die eine junge Frau vor dem sicheren Ertrinken aus ihrem im Graben überfluteten Auto retten. Oder das elfjährige Mädchen, das ganz viel Zivilcourage zeigt, weil sie sich gegen ihre MitschülerInnen stellt, die eine unbeliebte Außenseitern mobben, auch wenn es das Wort mobben damals noch gar nicht gab.

Es gibt aber auch die ganz bekannten, die durch ihr Werk und Handeln Weltruhm erreicht haben und deren Namen praktisch jeder kennt.


Der Helden Atlas von Miralda Colombo und Ilaria Faccioli stellt 101 Frauen und Männer vor, welche die Welt verändert haben.

Unter ihnen The Beatles. - Ganz besondere Helden für meinen Jungen, denn ihre Musik hilft ihm, den noch immer viel zu nahen Krebstod vom Opa zu verarbeiten.
(Er lernt gerade Gitarre. Let it be. Für Opa. Und will es in diesem Jahr unterm Weihnachtsbaum erstmals vorspielen. Opa hat die Musik der Beatles immer sehr gemocht.)


Die Helden aus dem Helden Atlas von Verlag MIDAS sind in 5 verschiedene Gruppen unterteilt:
Künstler, Genies, Schriftsteller, Vordenker, Mutige und Visionäre - wennauch ich diese Unterteilung schwierig finde und die Grenzen da mit Sicherheit fließend sind.

Und schon wegen der Alltagshelden, die Verborgenen agieren, ist er natürlich auch alles andere als vollständig, aber das kann man ja wohl auch nicht erwarten.

So eine Heldin könnte vielleicht auch die sich gerade in aller Munde befindliche 16-jährige Greta Thunberg sein, die aktiv auf die dringliche Notwendigkeit zum Umdenken in Klimafragen aufmerksam macht.


Man kann von ihrer radikalen Einstellung ("How dare you?") halten, was man will, aber nicht nur im Kern hat sie Recht. Wir müssen was tun, auch wenn es mit Sicherheit schwierig ist und die Folgen allen Umdenkens nicht absehbar sind.

(Den, der das große Ganze durchblickt, möchte ich nämlich mal sehen!

Da wäre zum Beispiel unser Weihnachtsbaum. Auf die Christbäume wird ja immer aus ökologischer Sicht so geschimpft und manche stellen ihre Kunstbäume als umweltfreundliche Alternative dar. - Was sie vielleicht auch sind?
Unsere Tannen wurden aber eigens zu ihrem Zweck als Christbaum angepflanzt und haben seither 10 Jahre lang ihren Beitrag für ein gutes Klima geleistet. Sie sind nicht gespritzt und nicht gedüngt. Und müssen jetzt eh weg, da zu groß für den Garten geworden. An ihrer statt werden wieder ein paar neue Triebe in die Erde gesetzt. ... Ja was denn nun?)

Aber wieder zurück zu Greta: Das Mädchen ist in allen Medien präsent. Die Kinder haben ein berechtigtes Interesse und sympathisieren mit ihren Ideen.


Mehr Input gibt Valentina Gianellas Buch "Mein Name ist Greta - Das Manifest einer neuen Generation" (MIDAS) und richtet sich mehr an meine Tochter, die im Sommer die weiterführende Schule besuchen wird und sich im letzten Jahr vermehrt mit dem Thema Kinderrechte auseinandergesetzt hat.

Ist eine intakte (Um-)Welt nicht auch ein Kinderrecht? - Zumindest sollte sie das sein, oder?!


Im vorliegenden Buch werden kindgerecht wichtige Fragen geklärt oder zumindest thematisiert:

Was bewirkt ein halbes Grad in 90 Jahren?
Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?
...

Wichtigstes Fazit: Wir sind nicht allein und jede kleine Tat kann etwas bewirken!

Ich glaube, Evolutionstheoretiker Charles Darwin wäre entsetzt, wenn der Abenteurer sehen könnte, wie es heute um die Natur bestellt ist, deren Artenvielfalt ihn vor rund 200 Jahren so fasziniert hat.

Im Jahr 2019 ist das Sumatra-Nashorn in Malaysia ausgestorben. :'(


In Darwins große Reise - Die Entdeckung der Natur von Jake Williams (MIDAS) begleitet der Leser Darwin auf seiner Reise mit der Beagle unter anderem nach Brasilien, die Galapagos Inseln, Tahiti und Australien.

Meine Tochter wäre sicherlich gern "in echt" dabei gewesen.
Sie steht derart auf Schildkröten, dass die Riesenexemplare auf Galapagos sie umgehauen hätten und eins ihrer ersten Worte war tatsächlich "Schnabeltier". (Fragt jetzt bloß nicht!)


Ein weiteres Kinderbuch, welches ich in diesem Zusammenhang nennen möchte, ist der Atlas Obscura in der Kids Edition von Dylan Thuras und Rosemary Mosco.
Das Buch mit dem Untertitel "Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!" ist im Loewe Verlag erschienen und stellt die geheimnisvollsten Orte der Welt vor.


Wusstet ihr, dass es oben im Eiffelturm noch eine geheime Wohnung gibt? - Ich nicht. Und das, obwohl ich schon zweimal dort war.

Ich finde auch das Hotel in der Salar de Uyuni in Bolivien ist bestimmt eine Reise Wert, denn es besteht fast komplett aus Salz.

Und wem sagen Begriffe wie die Blutfälle, der Skelett-See oder die Dino-Disco etwas?

Dieser Atlas Obscura ist eigentlich für Kinder gemacht, aber ich gehe jede Wette ein, dass ich nicht der einzige erwachsene Mensch bin, der mit großem Interesse darin stöbert und manch verblüffende Location entdeckt.


Klar, manches haben wir schon gesehen, wie beispielsweise das Miniatur Wunderland in Hamburg oder man kennt es aus dem Fernsehen wie die Kapuzinergruft in Italien. ... Nee, okay. Ich gebe es zu. Auf die zwei Orte beschränkt es sich bei mir, wenn ich mal das Pariser Wahrzeichen aus o.g. Gründen herausnehme.

Ich wünsche euch einen wunderschönen 4. Advent und weise an dieser Stelle auch nochmal auf mein heutiges Youtube-Video hin, wo unter anderem die Gewinner meines aktuellen Gewinnspiels ausgelost werden.

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Kommentare:

  1. Liebe Pamela,
    muss jetzt mal was zum Thema Weihnachtsbäume los werden. Ich fühle mich da angesprochen. Wahrscheinlich hast du ja auch meinen Beitrag dazu gelesen. Sicher werden die Bäume zu dem Zweck angepflanzt. Aber hast du nur einmal darüber nach gedacht was mit den Bäumen nach Weihnachten gemacht, wenn Du ihn entsorgt hast? Sicher nicht. Früher wurden ein Teil davon, bei uns, im Zoo an den Elefanten verfüttert. Doch die alte Dame lebt jetzt nicht mehr. Die Mehrheit der Bäume wird einfach verbrannt. Und wenn das keine sinnlose Verschwendung ist, dann weiß ich auch nicht. Würden die Bäume nach Weihnachten eingesammelt und für was auch immer weiter verarbeitet und verwendet werden, dann würde das ganze für mich einen Sinn ergeben. Aber so ist für mich unsinnig. Ich werde weiter meinen Plastikbaum lieben, weil ich Geld sparen, ihn jedes Jahr wieder hervorkrame und weil für mich in dem Fall kein Baum sterben muss um meine Eitelkeit nach einer perfekten Weihnacht zubefriedigen. Sorry aber ich bleibe bei meiner Meinung.
    Ich wünsche Dir schöne Weihnachten.
    Sanni

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    1. Doch, habe ich. Wir nutzen den in den meisten Jahren als Brennholz. Auch wir wollen nicht im Winter frieren. Ich sehe da nicht, dass es Verschwendung ist, zu heizen. Wer heizt denn im Winter nicht?
      Früher hat mein Vater die manchmal auch noch bis zum Verbrennen in die Fasanenkäfige gestellt, damit die Tiere es kuschelig hatten.
      Ich habe selbst übrigens auch einen Adventskranz aus Kunsttanne und das schon seit über 10 Jahren. In dem Punkt teile ich also das Argument ganz mit dir.
      Wie ich oben schon gesagt habe, ich kann nicht sagen, was richtig ist. Für je beide Seiten gibt es gute Argumente dafür oder dagegen. Und so ist es in allem Bereichen des Lebens.
      Ich wollte erst das Beispiel neues Elektroauto versus alter Spritfresser nehmen, fand das aber zu unweihnachtlich.
      Dass ein Baum für meine Eitelkeit sterben muss, ist ja wie gesagt Quatsch, da Bäume auf Wohngrundstücken wie gesagt eine gesetzlich vorgeschriebene Höhe nicht überschreiten dürfen und dann zum Beispiel aus Sicherheitsgründen sowieso gefällt werden müssen. Warum soll man sie denn dann gleich verheizen und sie nicht vorher nochmal sechs Wochen ins Haus stellen?
      Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
      Komm gut ins neue Jahr
      Pamela

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